Köln/Kerpen –
Wer ist der irre Schwulen-Hasser, der sich quer durch Deutschland mordet, die Opfer mit Kopfschüssen liquidiert?
Auch vier Tage nach dem letzten Mord in Kerpen-Buir konnten die Beamten das Opfer noch nicht identifizieren. Der Südländer wurde in einem Waldstück bei Buir gefunden – doch das war nicht der Tatort.
Der soll sechs Kilometer entfernt liegen, auf dem Rastplatz „Im Bahnert“ an der A 4. Ein Treffpunkt für schnellen Männer-Sex im Gebüsch. Auf einer Lichtung könnte das letzte Opfer erschossen worden sein.
Daher suchten Polizisten am Freitag sowohl nach der Waffe als auch nach einem Projektil. Denn der Killer schoss dem Mann von hinten in den Kopf, die Kugel trat am Auge wieder aus.
Die Opfer des Schwulen-Hassers
Wie in den beiden anderen Fällen war das Opfer fast unbekleidet. „Es scheint, als ob der Täter immer dann abdrückt, bevor es zu sexuellen Handlungen zwischen ihnen kommt“, so ein Beamter. Die Vermutung: Der Killer ist selber nicht homosexuell. Er heizt vielmehr die Männer an und tötet sie dann eiskalt aus Hass.
Heiko S. (30) war das erste Opfer. Er saß mit heruntergezogener Hose am Steuer seines Peugeot 106, als ihm der Mörder eine Kugel in den Kopf jagte. Die Tat geschah am 8. Mai 2010 auf einem Parkplatz zwischen Magstadt und Stuttgart in Baden-Württemberg.
Nur vier Wochen später, am 2. Juli 2010, wurde Hans Friedrich L. (70) auf einem Parkplatz bei Mörfelden-Walldorf in Hessen gefunden – Kopfschuss. Er trug nur schwarze Sandalen, seine Kleidung nahm der Täter als Trophäe mit. Auch von den anderen Toten nahm er Gegenstände mit.
Die Ermittler fahnden in einschlägigen Internet-Foren. Möglich, dass er dort Kontakte knüpft. Die Angst in der Homosexuellen-Szene wächst. Im Bereich Köln gibt es rund acht Autobahnparkplätze, die als Schwulen-Treff gelten.



